Foto: dpa/Matthias Balk

Bundesverdienstkreuz für Campino?

Mögliche Auszeichnung für seinen Appell beim ECHO
Dienstag, 8. Mai 2018

Nach Campinos kritisierender Rede bei der ECHO-Verleihung Mitte April bezüglich der Textzeilen von Kollegah und Farid Bang soll er womöglich jetzt selbst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden.

Diese Forderung kommt vom Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung, Felix Klein. „Campino sollte für sein Engagement auf der Echo-Verleihung unbedingt gewürdigt werden, am besten mit dem Bundesverdienstkreuz“, sagte Klein in einem Interview. Er habe dem Antisemitismus „im Pop, in der Kunst, in der Gesellschaft neue Grenzen gesetzt.“

Bei der diesjährigen Verleihung des deutschen Musikpreises, den es übrigens aufgrund dieses Skandals nicht mehr in dieser Form geben wird, hatte sich Campino als einziger öffentlich gegen Kollegah und Farid Bang ausgesprochen. Nachdem er stellvertretend für Die Toten Hosen einen ECHO entgegennahm, nutzte er die Gelegenheit und verurteilte Textzeilen der beiden Rapper wie „mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“.

Trotz lautstarker Kritik bereits im Vorfeld gegen die Nominierung von Kollegah und Farid Bang entschied der Bundesverband Musikindustrie trotzdem, dass dies ein Grenzfall künstlerischer Freiheit sei – die Nominierung blieb bestehen.

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